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Es steckt viel mehr hinter der Stammeskunst, als man glaubt. Obwohl viele Masken und Figuren wunderschön sind, geht es vielmehr um die Geschichte dahinter, welche sie erst wirklich besonders und sammelwürdig macht. Sie ermöglichen uns einen Einblicke in andere Welten und andere Kulturen. Sie erzählen uns von Riten und dem Glauben ferner Stammesvölker. Lesen Sie weiter, um mehr über die Stammeskunst und die Geschichten hinter einigen dieser interessanten Objekte zu erfahren.
In Zusammenarbeit mit Ludo Bax – Experte für Stammeskunst
Die westliche Sicht auf die „primitive“ Kunst
Die Schönheit der Stammeskunst liegt nicht nur in ihrer Ausführung und der verwendeten Materialien. Es ist die reichhaltige Geschichte, die Masken, Figuren und die Objekte des täglichen Lebens so faszinierend machen. Doch die westliche Gesellschaft denkt im Allgemeinen anders über diese ethnografische visuelle und materielle Kunstform. Stammeskunst ist auch als „primitive Kunst“ bekannt, was auf eine historische Sicht hinweist, die die Stammeskunst eher als unbedeutendere Kunst ansieht. In den Augen eines Kunstfachmanns im 19. Jahrhundert, wurde nicht-westliche Kunst erst gar nicht als Kunst betrachtet.
Im 20. und 21. Jahrhundert jedoch hatte die Stammeskunst einen großen Einfluss auf die meisten westlichen Künstler. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Stammeskunst heute als eine reichhaltige und respektable Art der Kunst gilt. Eine Sammlung mit Stammeskunst Objekten gibt Ihnen einen faszinierenden Einblick in andere Kulturen, in die Riten afrikanischer Stämme, in die Fähigkeiten der asiatischen Handwerker, in die natürliche Umgebung der ozeanischen Stämme. Diese Kunstform erzählt uns schöne, interessante und manchmal auch schockierende Geschichten. Hier lernen Sie einige dieser Geschichten kennen. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick in Welten werfen, die so unglaublich verschieden zu unserer sind.
Diebeshaken
Der Diebeshaken oder auch „Yo Domolo“ genannt kommt von dem in Mali lebenden Dogon-Stamm. Dieser Stamm glaubt an die heilige Geschichte der Ahnengeister der Nommo, welche die ersten Lebewesen waren, die vom Himmelgott Amma geschaffen wurden. Manche sagen, die Form des Diebeshakens sei ein Symbol des Pferdes, das die himmlische Arche der Nommo nach dem Fall auf die Erde durch das Wasser zog. Andere glauben, dass dies die Form eines Objekts ist, das die Nommo benutzten, um ein Stück der Sonne zu stehlen. In Mali wird der Haken von vielen Mitgliedern einer religiösen Dogon-Gemeinde namens Yona oder auch „Ritualdiebe“ verwendet. Sie werden so genannt, weil sie die Nommo beim Diebstahl der Sonne durch die Opferung von Haustieren nachahmen.

Masken
In vielen Kulturen haben Masken eine religiöse und spirituelle Bedeutung. Sie werden während der Ritualtänze von den Mitgliedern eines Stammes getragen und sind oft Teil religiöser und gesellschaftlicher Ereignisse. Die verschiedenen Masken stellen auch verschiedene Geister, Emotionen oder Charaktere dar. Auch wenn viele Touristen mit sogenannten „traditionellen“ Holzmasken aus ihrem Urlaub heimkehren, finden sich die echten Geschichten nur bei Masken, bei denen die Zahnabdrücke des vorherigen Trägers noch zu erkennen sind.
Akua’ba
Die Legende handelt von der Geschichte einer Frau, die nicht schwanger werden konnte. Ein Priester schnitzte ihr eine hölzerne Puppe, welche sie seitdem auf dem Rücken mit sich trug und sich wie um ein echtes Baby darum kümmerte. Die Leute im Dorf lachten und nannten die Puppe Akua’ba (Akuas Kind). Doch sie lachten nicht lange, denn Akua wurde tatsächlich schwanger und gebar ein Kind. Heute tragen tragen viele Frauen in Ghana eine Akua’ba Puppe auf dem Rücken, wenn sie schwanger werden möchten.

Stammeskunst als Währung
Manchmal kann „Geld“ auch wie Kunst aussehen, im Gegensatz zu dem Papier das wir in unserem Portemonnaie tragen. Wie die wunderschön geschnitzten Muscheln von den Salomon Inseln mit den Fregattenvögeln auf der Oberseite, hángt der Wert einer Währung lediglich von der Seltenheit und dem traditionellen Handwerk ab. Ähnliches gilt auch für Muschelketten in Papua oder Katanga-Kreuze aus Kupfer aus dem Kongo, welche ebenfalls als Währung benutzt wurden.

Sind Sie auch fasziniert? In unseren wöchentlichen Stammeskunst Auktionen finden Sie weitere dieser wunderschönen und interessanten Objekte. Erfahren Sie mehr über ihre Geschichten und werfen Sie einen Blick in eine vollkommen andere Welt!